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Internationales

Symposion über Entschädigung von Opfern der Zwangsarbeit in Tokio

Write: 2017-12-18 09:20:37Update: 2017-12-18 11:24:47

Eine japanische Bürgerorganisation hat ein Symposion über Wege zur Entschädigung koreanischer Opfer der Zwangsarbeit zur japanischen Kolonialzeit veranstaltet.

Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Sonntag.

Anlass sei das fünfte Jubiläum des Urteils des südkoreanischen Obersten Gerichtshofs von 2012 gewesen, nach dem individuelle Entschädigungsansprüche mit dem Abkommen über Entschädigungsansprüche zwischen Südkorea und Japan von 1965 nicht abgegolten seien.

Beim Symposion am Sonntag in Tokio wies der japanische Professor Fumitoshi Yoshizawa auf die Notwendigkeit hin, die Angelegenheit als Menschenrechtsfrage zu behandeln. Die Regierungen Südkoreas und Japans hätten die Angelegenheit als politische und diplomatische Frage behandelt, deshalb seien die Opfer nicht beachtet worden.

Der koreanische Rechtsanwalt Jang Wan-ik sagte, dass Entschädigungsklagen gegen japanische Unternehmen, die Zwangsarbeiter beschäftigt hatten, darunter Mitsubishi Heavy Industries, vor dem südkoreanischen Obersten Gericht anhängig seien. Sollten die Kläger siegen, würden die japanischen Firmen nach einer Lösung suchen oder die Urteile ignorieren. Er schlug vor, dass die Regierungen in Südkorea und Japan sowie die betreffenden Unternehmen eine Stiftung gründen, um eine Pauschallösung anzustreben.

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