Die chinesische Polizei hat Ermittlungen zur Tätlichkeit gegenüber koreanischen Reportern aufgenommen.
Zwei Zeitungsreporter, die Präsident Moon Jae-in auf dessen China-Besuch begleiten, wurden am Donnerstag bei einer Veranstaltung in Peking von chinesischen Leibwächtern geschlagen und mussten sich im Krankenhaus behandeln lassen.
Chinesische Sicherheitskräfte suchten gegen ein Uhr am Freitag beide Reporter auf und befragten sie eineinhalb Stunden lang. Wie verlautete, hätten die Opfer gefordert, die Täter hart zu bestrafen.
Beide Journalisten werden am Freitagnachmittag früher als geplant heimkehren.
Das südkoreanische Präsidialamt teilte mit, dass die Angelegenheit bei den Gesprächen zwischen den Staatschefs beider Länder nicht erwähnt worden sei. Außenministerin Kang Kyung-wha habe jedoch ihren Amtskollegen Wang auf den Zwischenfall aufmerksam gemacht. Es wurde nicht bekannt, wie die chinesische Seite darauf reagierte.
Unterdessen behauptete die staatliche chinesische Zeitung „Huanqiu Shibao“ am Freitag, es gebe keinen Beweis dafür, dass die Täter chinesische Sicherheitskräfte seien. Die Zeitung betonte sogar, dass die Opfer selber schuld seien. Die Leibwächter seien von der südkoreanischen Seite beschäftigt worden.
Das Außenministerium in Seoul gab bekannt, dass die chinesische Seite mitgeteilt habe, nach der Klärung des wahren Sachverhalts erforderliche Maßnahmen überprüfen zu wollen.