Nach Angaben des südkoreanischen Botschafters in China, No Young-min, hat es kein Geheimabkommen mit China gegeben, um den Streit wegen der Raketenabwehr THAAD beizulegen.
Südkorea und China hatten am Dienstag bekannt gegeben, dass sie ihren diplomatischen Streit über die Stationierung von THAAD-Raketen in Südkorea beenden wollen.
Der Botschafter sagte am Donnerstag im Interview mit einem koreanischen Radiosender, dass China ein sicheres Versprechen in Bezug auf THAAD gewünscht habe. Südkorea habe sich hinsichtlich Einigungen mit China transparent verhalten müssen und es sich daher nicht erlauben können, mündliche oder schriftliche Einigungen hinter den Kulissen auszuarbeiten.
China müsse von Südkoreas Erklärung überzeugt worden sein, dass THAAD sich nicht gegen ein drittes Land wie China oder Russland richte.
Er wolle der Kritik nicht zustimmen, dass es sich bei der Einigung um eine "erniedrigende Diplomatie" gehandelt habe.
Kritiker bemängeln, dass die Regierung in Seoul unnötigerweise versprochen habe, keine weiteren THAAD-Raketen zu stationieren und einem erweiterten Raketenabwehrprogramm der USA beizutreten sowie keine Dreierallianz mit den USA und Japan einzugehen.