Russland hofft, dass Südkorea sich am Rajin-Chassan-Projekt, einem Kooperationsprojekt im Logistikbereich zwischen Nordkorea und Russland, beteiligen wird.
Die entsprechende Äußerung machte der russische Minister für die Entwicklung des Fernen Ostens, Alexander Galuschka, in einem Interview mit der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap im Vorfeld seines Südkorea-Besuchs. Er wird zu einem Besuch vom 3. bis 7. November erwartet.
Der Transport von Kohle, die einen beträchtlichen Anteil an den Frachtgütern auf der Strecke zwischen Rajin und Chassan ausmache, sei kein Gegenstand der Nordkorea-Sanktionen des UN-Sicherheitsrats. Es sei erforderlich, dass Russland, Südkorea und Nordkorea sich an einen Verhandlungstisch setzen und eine Einigung über eine wirksame Nutzung der Bahnstrecke zwischen Rajin und Chassan erzielen, hieß es.
Er bedauerte, dass Südkorea nach dem Beschluss eigener Sanktionen gegen Nordkorea im Jahr 2016 aus dem Projekt ausgestiegen war. Südkorea habe die Absicht für die Beteiligung an dem Projekt bekannt gegeben und im Jahr 2013 ein Memorandum of Understanding hierfür unterzeichnet. Es seien zudem Probetransporte durchgeführt worden, hieß es.
Bei dem Projekt handelt es sich darum, russische Exporte wie Kohle zuerst auf dem Schienenweg zwischen dem russischen Chassan und dem nordkoreanischen Hafen von Rajin und anschließend auf dem Seeweg zu transportieren.