Internationales
Harte UN-Sanktionen gegen Nordkorea angestrebt
Write: 2017-09-08 08:32:54 / Update: 2017-09-08 12:51:20
Harte UN-Sanktionen gegen Nordkorea einschließlich der Zulassung des Einsatzes von Militärkräften bei Kontrollen von nordkoreanischen Schiffen auf hoher See werden angestrebt.
Laut der Zeitschrift „Foreign Policy“ und der Nachrichtenagentur AFP arbeiteten die USA einen entsprechenden Resolutionsentwurf aus und legten den 14 weiteren Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats vor.
Dem Entwurf zufolge dürfen die UN-Mitgliedsländer Frachtschiffe, die laut dem Sicherheitsrat Sanktionen verletzt haben, unter Einsatz aller erforderlichen Mittel aufbringen und durchsuchen.
Es wird verlangt, Machthaber Kim Jong-un erstmals auf die Sanktionsliste des UN-Sicherheitsrats zu setzen. Sollte dies erfolgen, wird Kims Vermögen in Übersee eingefroren und Auslandsreisen wären ihm verboten. Kims Schwester Yo-jong, die Vize-Chefin der Propagandaabteilung der Arbeiterpartei, soll ebenfalls auf die Sanktionsliste gesetzt werden. Insgesamt fünf Nordkoreanern, darunter dem Chef des Politbüros der Armee Hwang Pyong-so, droht die Aufnahme in die Liste.
Nach dem Entwurf sollen nicht nur der Export von Rohöl und damit verbundenen Kondensaten an Nordkorea sondern auch die Lieferung und der Verkauf von raffinierten Ölprodukten verboten werden. Auch sind ein Embargo für Textilexporte aus Nordkorea und ein Verbot der Beschäftigung nordkoreanischer Arbeitskräfte im Ausland und Lohnzahlungen an sie vorgesehen.
Ziel des 13-seitigen Resolutionsentwurfs ist es, einen nordkoreanischen Wirtschaftsbereich unter Druck zu setzen, in dem jährlich 300 Millionen Dollar Gewinn entstehen, und somit den Geldhahn für das nordkoreanische Atomprogramm zuzudrehen. Sollte der Entwurf angenommen und umgesetzt werden, werden nicht nur Kim Jong-un sondern auch die Arbeiterpartei hart davon betroffen sein.
Die USA wollen am 11. September eine Abstimmung über den Resolutionsentwurf zustande bringen.
Die Redaktion empfiehlt