Japan hat nach Nordkoreas Raketenstart Alarm ausgelöst.
Den Einwohnern der nördlichen Region wurde über das Warnsystem J-Alert geraten, Schutzräume aufzusuchen.
Die japanische Rundfunkanstalt NHK berichtete, dass nach einer Bekanntgabe der Tokioter Regierung Nordkorea um 5.58 Uhr vermutlich eine Rakete in Richtung der nordöstlichen Region abgeschossen habe.
Der Sender berichtete ab 6.02 Uhr über den Raketenstart und riet den Einwohnern, in Schutzräumen oder sicheren Gebäuden Zuflucht zu suchen. Die Warnung galt für 12 Regionen, darunter Hokkaido, Aomori, Iwate und Nagano.
Japans Chefkabinettssekretär Yoshihide Suga sagte auf einer eilig einberufenen Pressekonferenz, dass die Rakete das Kap von Erimo in der Hokkaido-Region um 6.06 Uhr überquert habe. Sie sei dann 1.180 Kilometer östlich des Kaps um 6.12 Uhr in den Pazifik gestürzt.
Japan protestiere aufs Schärfste gegen den Raketenstart. Die Regierung habe beschlossen, eine Eilsitzung des Nationalen Sicherheitsrats einzuberufen. Nach weiteren Angaben Sugas sei den Streitkräften aber nicht befohlen worden, die Rakete vom Himmel zu holen.