Japans Bodenselbstverteidigungsstreitkräfte haben eine Schießübung im bisher größten Umfang abgehalten.
Die jährliche Schießübung fand am Sonntag in der Präfektur Shizuoka statt und wurde der Öffentlichkeit gezeigt.
2.400 Soldaten, 80 Panzer und 20 Flugzeuge wurden mobilisiert, um die Rückeroberung einer angegriffenen entfernt liegenden Insel zu üben. Es wurden 36 Tonnen Munition verwendet. Der neue Verteidigungsminister Onodera verfolgte die Übung vor Ort.
Die Selbstverteidigungsstreitkräfte wollen nächstes Jahr die sogenannte Amphibische Schnelleinsatzbrigade, eine auf Landungsoperationen spezialisierte Truppeneinheit, gründen. Ein Teil der geplanten Einheit wurde erstmals gezeigt.
Als Hintergrund für den Schritt werden der Gebietsstreit mit China um die Senkaku- oder Diaoyu-Inseln und Nordkorea vermutet.
Japan treibt wegen Gründen wie der Raketenbedrohung durch Nordkorea die Aufrüstung voran und will den Verteidigungsetat nächstes Jahr auf etwa 54 Billionen Won oder 48 Milliarden Dollar erhöhen.