Russland überprüft Vergeltungsmaßnahmen gegen die USA.
Anlass ist, dass das US-Repräsentantenhaus am Dienstag ein Gesetz verabschiedete, das sowohl neue Sanktionen gegen Nordkorea als auch solche gegen Russland und Iran vorsieht. Ins Visier genommen werden Öl- und Gasprojekte russischer Energieunternehmen in Europa.
Der russische Präsident Wladimir Putin verurteilte das Gesetz. Die Praxis der USA, ihre Gesetze über die Grenzen hinaus anwenden zu wollen, sei inakzeptabel. Dies zerstöre das Völkerrecht.
Es sei nicht möglich, diese Art von Frechheit gegenüber Russland ewig zu tolerieren, warnte Putin.
Russische Medien berichteten, dass die Regierung in Moskau überprüfe, 35 US-amerikanische Diplomaten des Landes zu verweisen und das Vermögen der US-Botschaft zu beschlagnahmen. Wie verlautete, erwäge Moskau auch, die Kooperation mit den USA in internationalen Angelegenheiten zu verweigern und die Lieferung von angereichertem Uran an Atomkraftwerke in den USA zu verbieten.
Die Europäische Union warnte unterdessen, dass die USA mit der EU vorab diskutieren müssten, falls sie neue Sanktionen gegen Russland verhängen wollten.