Internationales
Schlagabtausch zwischen USA und Nordkorea wegen US-Berichts zu Menschenhandel
Write: 2017-07-14 10:35:25 / Update: 2017-07-14 13:28:26
Die USA und Nordkorea liefern sich wegen des Berichts des US-Außenministeriums zum Menschenhandel 2017 einen Schlagabtausch.
Der Außenausschuss des Senats eröffnete am Donnerstag (Ortszeit) eine Anhörung zur Überprüfung des Menschenhandelsberichts.
US-Vizeaußenminister John Sullivan habe gesagt, dass das nordkoreanische Regime dank der Ausbeutung nordkoreanischer Gastarbeiter im Ausland mehrere hundert Millionen Dollar im Jahr verdiene, berichtete der US-Auslandsdienst Voice of America. Eine solche Handlung verantwortlicher Staaten sei nicht zu dulden.
Sullivan sagte, dass zigtausende Nordkoreaner für die Zwangsarbeit im Ausland eingesetzt würden, der größte Teil in China und Russland.
Unterdessen kritisierte ein Sprecher des nordkoreanischen Außenministeriums den Menschenhandelsbericht der USA. Die USA sollten als Land von Menschheitsverbrechen zuerst lernen, in ihrem eigenen Haus für Ordnung zu sorgen, sagte er am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur KCNA.
Es sei eine rücksichtslose Handlung, dass die USA jedes Jahr den sogenannten Menschenhandelsbericht vorlegen und andere Länder tadeln, betonte der Sprecher. Er wies dabei auf Beispiele des Kinderhandels in den USA hin.
In dem am 28. Juni veröffentlichten Menschenhandelsbericht hatte das US-Außenministerium Nordkorea, China, Sudan und Iran der Stufe 3, der untersten Gruppe, zugeordnet.
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