Chinesische Behörden haben die Chefin eines auf Touren nach Nordkorea spezialisierten Reisebüros festgenommen.
Festgenommen wurde Tchian Sunzi, die Chefin von China International Travel Service (CITS), in der chinesischen Grenzstadt Dandong.
Die koreanischstämmige Chinesin investierte rund acht Milliarden Won oder 6,9 Millionen Dollar in einen Vergnügungspark im nordkoreanischen Sinuiju. Chinesischen Touristen wurden visafreie und billige Tagesausflüge in die letztes Jahr eröffnete Sondertourismuszone in der Grenzstadt angeboten.
Der Grund für die Festnahme der Unternehmerin wurde bisher nicht bekannt. Der Schritt zieht insofern besondere Aufmerksamkeit auf sich, da die USA zuvor die chinesische Bank of Dandong wegen des Vorwurfs der Geldwäsche für Nordkorea auf ihre Sanktionsliste gesetzt hatten.
Daher wird die Festnahme als Botschaft Chinas an die Weltgemeinschaft und besonders an die USA verstanden, dass Peking an der Umsetzung von Nordkorea-Sanktionen mitwirken will.