Ein japanischer Diplomat in den USA hat seine umstrittene Äußerung über die Opfer der Sexsklaverei der japanischen Armee im Zweiten Weltkrieg geleugnet.
Takashi Shinozuka, der japanische Generalkonsul in Atlanta, hatte jüngst in einem Interview mit einer lokalen Zeitung die Opfer der Sexsklaverei als bezahlte Prostituierte bezeichnet und Kritik auf sich gezogen.
Shinozuka behauptete nun einem lokalen Sender gegenüber, dass er keine solche Äußerung gemacht habe. Ein Mitarbeiter des Generalkonsulats äußerte, dass der Diplomat nur gesagt habe, dass die sogenannten Trostfrauen nicht unter Zwang mobilisiert worden seien.
Daraufhin veröffentlichte die lokale Zeitung die Tonaufzeichnung des Interviews mit dem Diplomaten.
Der Bürgermeister von Brookhaven, John Ernst, sagte, dass Shinozuka auch im privaten Kreis die Opfer der Sexsklaverei in Kriegszeiten als Prostituierte bezeichnet habe. In der Kleinstadt nahe Atlanta wird bald eine Mädchenstatue zum Gedenken an die Opfer der Sexsklaverei enthüllt. Shinozuka hatte versucht, das Vorhaben zu vereiteln.