Ein japanischer Diplomat hat Kritik mit einer Bemerkung auf sich gezogen, dass die Opfer der Sexsklaverei Japans in Kriegszeiten bezahlte Prostituierte gewesen seien.
Der japanische Generalkonsul in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia, Takashi Shinozuka, sagte jüngst in einem Interview mit der lokalen Zeitung „Reporter Newspapers“, es gebe keine Beweise dafür, dass die japanische Armee während des Zweiten Weltkriegs Frauen, überwiegend aus Korea, sexuell versklavt habe. Die Frauen seien bezahlte Prostituierte gewesen, behauptete er.
Um den Plan der dortigen Koreaner-Gemeinde, in Brookhaven in Georgia eine Mädchenstatue zum Gedenken an die Opfer der Sexsklaverei der japanischen Armee zu errichten, zu vereiteln, hat Takashi Lobbyaktivitäten gegenüber dem Bürgermeister und dem Stadtrat durchgeführt. Die Statue wird am 30. Juni enthüllt und die erste ihrer Art im Süden der USA sein.
Takashi sagte weiter, die Statue sei kein einfaches Kunstobjekt. Sie sei ein Symbol des Hasses und des Ärgers über Japan.
Nachdem Takashis Äußerungen bekannt geworden waren, erhob die Kommission für die Errichtung der Mädchenstatue in Atlanta in einer Stellungnahme heftigen Protest. Die Bezeichnung der Opfer der Sexsklaverei als bezahlte Prostituierte stehe im Widerspruch zu einer früheren Erklärung der japanischen Regierung, die Leiden und Opfer der Sexsklavinnen zu verstehen und sich dafür zu entschuldigen, hieß es darin.