Mehrere tausend Menschen haben bei einer Trauerfeier von dem aus nordkoreanischer Gefangenschaft entlassenen US-Studenten Otto Warmbier Abschied genommen.
Die Feier fand am Donnerstag (Ortszeit) in der früheren Oberschule Warmbiers in Wyoming nahe Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio statt. Anwesend waren seine Familie, Verwandte, Schulkameraden und Bekannte.
Wie verlautete, habe der Sonderbeauftragte für die Nordkorea-Politik im US-Außenministerium, Joseph Yun, bei der Feier Warmbiers Eltern ein Beileidstelegramm des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in überreicht. Der Diplomat war nach Nordkorea gereist, um Warmbier in die Heimat zurückzuholen.
Warmbier war im Januar 2016 nach einer Tour in Pjöngjang festgenommen worden, da er in einem Hotel versucht haben soll, ein Propagandaplakat zu stehlen. Er war im März desselben Jahres zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden.
Nach 17-monatiger Gefangenschaft kehrte er am 13. Juni im Koma liegend in die Heimat zurück. Nur sechs Tage nach der Ankunft starb er. Sein Tod versetzte die US-Amerikaner in Trauer und Wut.