Eine US-amerikanische Denkfabrik hat die US-Regierung aufgefordert, Reisen nach Nordkorea sofort zu verbieten.
Hintergrund ist der Tod des US-Studenten Otto Warmbier, der im Koma liegend aus nordkoreanischer Gefangenschaft entlassen worden war.
Das Büro Korea Chair des Zentrums für Strategische und Internationale Studien (CSIS) betonte in einer Stellungnahme, die USA könnten ein Dekret des Präsidenten (Executive Order) erwägen, der darin ein sofortiges aber vorläufiges Verbot von Reisen aller US-Bürger nach Nordkorea fordere.
Auch wurde verlangt, dass die US-Regierung von den nordkoreanischen Behörden fordern sollte, alle Geschehnisse rund um die Inhaftierung Warmbiers zu erläutern und drei weitere in Nordkorea festgehaltene US-Staatsbürger sofort freizulassen. Das US-Finanzministerium sollte Sanktionen gegen alle Reisebüros einschließlich des Anbieters der Tour Warmbiers nach Nordkorea überlegen, die US-Bürgern Reisen nach Nordkorea verkaufen.
Das US-Außenministerium hatte zuvor mitgeteilt, Einschränkungen für Reisen nach Nordkorea zu überprüfen.