Der UN-Ausschuss gegen Folter (CAT) hat Südkorea und Japan zur Revision ihrer Vereinbarungen zur Frage der Sexsklaverei durch das japanische Militär im Zweiten Weltkrieg geraten.
Das UN-Vertragsorgan gab in einem Bericht bekannt, der Ausschuss heiße die bilateralen Einigungen willkommen, diese seien im Hinblick auf die Entschädigung und Rehabilitation der Opfer sowie die Aufklärung der Wahrheit aber nicht ausreichend.
In dem Bericht hieß es unter anderem, das Augenmerk richte sich insbesondere darauf, dass noch 38 Opfer lebten. Gemäß Artikel 14 des Übereinkommens der Vereinten Nationen gegen Folter, der die Entschädigung der Opfer festschreibe, seien die Vereinbarungen zwischen Südkorea und Japan weder vom Ausmaß her noch inhaltlich ausreichend.
Beobachter meinen, dass der UN-Ausschuss de facto neue Verhandlungen zwischen beiden Ländern gefordert habe.
Der UN-Ausschuss hatte 2013 in einem Bericht ebenfalls betont, dass das grundlegende Bewusstsein der japanischen Regierung in dieser Frage für die Opfer sehr wichtig sei. Es müsse unbedingt eine offizielle Entschuldigung der Regierung in Tokio erfolgen, habe es geheißen.