China will laut seinem Außenminister auch ein Prozent Wahrscheinlichkeit eines Kriegs auf der koreanischen Halbinsel nicht dulden.
Wenn auf der koreanischen Halbinsel wirklich Krieg ausbreche, werde dies schwerwiegende und unvorstellbare Konsequenzen haben, sagte Wang Yi bei einem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen Sigmar Gabriel am Mittwoch (Ortszeit) in Berlin. Deshalb liege es im Interesse Chinas, diese kriegerischen Risiken wirklich einzudämmen.
Wang betonte, Nordkorea müsse selber alleine darüber entscheiden, ob es seine Atomaktivitäten aussetze, es liege nicht an China. Für die Entspannung auf der koreanischen Halbinsel müsse Nordkorea sein Atomprogramm aussetzen, Südkorea und die USA müssten große Militärmanöver einstellen. Nordkorea und die USA, beide unmittelbar verwickelten Konfliktparteien, müssten am Verhandlungstisch miteinander sprechen.
Gabriel sagte, dass die Eskalation der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel den Weltfrieden bedrohe. Er forderte Nordkorea auf, Atomtests zu stoppen und sich auf einen Dialog einzulassen.