Gerichtsdokumente haben neue Belege für die Verschleppung von Frauen in Indonesien durch Japans Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg geliefert.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo hätten das Justizministerium und das Japanische Nationalarchiv insgesamt 182 Dokumente zu 19 Fällen freigegeben. Die Aufzeichnungen über die Verhandlungen zu japanischen Kriegsverbrechen seien im Februar dem Kabinettssekretariat vorgelegt worden.
Eines der Dokumente mit dem Titel "25. Batavia-Fall", enthalte eine Aussage des früheren Chefs von der Navy unterstellten Spezialkräften, laut dem rund 200 Frauen als Trostfrauen nach Bali verschleppt worden seien. Aus dem Dokument mit dem Titel "13. Pontianak-Fall" geht hervor, dass mehrere Frauen in Indonesien bedroht und gewaltsam genötigt worden seien.
Die japanische Regierung leugnet weiter die gewaltsame Verschleppung von Frauen im Krieg. Das Kabinettssekretariat teilte mit, dass zwar Fälle bekannt seien, nach denen japanische Soldaten wegen der Erzwingung von Prostitution im Zweiten Weltkrieg verurteilt worden seien, doch gebe es keinen eindeutigen Beweis für erzwungene Sexsklaverei.