Die Vergeltungsmaßnahmen in China gegen die Stationierung des US-Raketenabwehrsystems THAAD in Südkorea, darunter das Verbot des Verkaufs von Korea-Reiseprogrammen, wird offenbar auf Regierungsebene durchgeführt.
Wie ein KBS-Korrespondent aus Schanghai berichtete, wurde die Anweisung für das Verbot von Reiseangeboten bei chinesischen Agenturen anscheinend von der chinesischen Regierung mündlich übermittelt. Die mündliche Anweisung bestehe aus sieben Punkten, darunter ab dem 15. März, Gruppenreise-Programme nach Südkorea vollständig zu streichen und das Angebot von Einzelreise-Programmen ebenfalls einzustellen. Verboten seien auch Kreuzfahrten über Südkorea.
Chinesische Reiseagenturen lehnten dem Korrespondenten zufolge Buchungen für Korea-Reisen ab. Auch Online-Reiseagenturen streichen nun ihre Korea-Tour-Angebote.
Die Maßnahme weitet sich auf ganz China aus. Nach einer Versammlung von Reiseagenturen in Peking veranstalteten auch Lokalregierungen wie in Schanghai am Freitag ein Treffen von Vertretern der Reisebüros. Wie aus Branchenkreisen in Peking verlautet, soll die chinesische Tourismusbehörde die für Tourismus zuständigen Direktoren in 20 Provinzen und Städten angewiesen haben, Korea-Reisen verbieten zu lassen.