Kim Jong-nam, der Halbbruder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un, ist nach den Autopsieergebnissen mit dem Nervengift VX ermordet worden.
Das bestätigte die zuständige malaysische Behörde am Sonntag offiziell. Es habe bestätigt werden können, dass VX eine schwere Lähmung ausgelöst und zu Kims Tod geführt habe.
Die Behörden durchsuchten am Sonntag den Tatort am Flughafen Kuala Lumpur, um zu überprüfen, ob dort Rückstände von VX nachgewiesen werden können. Sie erklärten zwar, dass der Flughafen sicher sei. Jedoch wird kritisiert, da diese Vorsichtsmaßnahme erst 13 Tage nach dem Mordfall ergriffen wurde.
Bisher sei niemand festgestellt worden, der möglicherweise am Flughafen VX ausgesetzt war, hieß es weiter.
Die malaysische Polizei teilte mit, die Möglichkeit zu untersuchen, dass VX in Malaysia hergestellt wurde. Die Polizei hatte am 23. Februar bei der Durchsuchung in einer Wohnung in Kuala Lumpur Proben von Chemikalien beschlagnahmt und Spritzen, die vermutlich für die Herstellung von Giftstoff verwendet wurden, Handschuhe und Schuhe gefunden.
Lokale Medien berichteten unter Berufung auf den lokalen Polizeichef, dass die Wohnung von den vier geflüchteten nordkoreanischen Verdächtigen angemietet worden sei.