Die japanische Regierung hat gegen die Webseite der Olympischen Winterspiele 2018 in PyeongChang wegen der Nutzung der Bezeichnung Dokdo Einwände erhoben.
Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Freitag unter Berufung auf mehrere Quellen.
Das japanische Außenministerium habe von der südkoreanischen Regierung Maßnahmen dagegen gefordert, dass auf der Webseite die Felseninseln im Meer zwischen Korea und Japan als südkoreanisches Territorium „Dokdo“ bezeichnet würden.
Ein japanischer Regierungsvertreter sagte, Tokio habe erneut die Position übermittelt, dass die Inselchen, die Japan als Takeshima bezeichnet, Japans Gebiet seien. Auch sei die Meinung zum Ausdruck gebracht worden, dass der Verweis auf Dokdo auf der Webseite gegen die Olympische Charta verstoße, die politische Erklärungen verbiete, hieß es.
Die japanische Forderung wird voraussichtlich die zuletzt in den Beziehungen zwischen Südkorea und Japan herrschenden Spannungen verstärken. Tokio hatte am 9. Januar aus Protest gegen eine Statue zum Gedenken an die Opfer der Sexsklaverei der japanischen Armee in Busan seinen Botschafter in Seoul und den Generalkonsul in Busan zurückbeordert. Beide sind bisher nicht zu ihren Einsatzorten zurückgekehrt.