Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat Nordkorea erneut als ein von Nahrungsknappheit betroffenes Land eingestuft.
FAO habe in seinem am Donnerstag veröffentlichten Bericht für das Schlussquartal 39 Staaten einschließlich Nordkoreas auf die Liste der Länder gesetzt, die unter Nahrungsknappheit leiden, berichtete der US-Auslandsdienst Voice of America. Die Organisation hatte auch letztes Jahr Nordkorea in die Liste aufgenommen.
Nordkorea fehlten dieses Jahr 694.000 Tonnen Nahrungsmittel, die durch internationale Hilfe oder Importe beschafft werden müssten. Das Land habe sich jedoch mit Stand von Oktober lediglich rund 23 Prozent, nämlich 163.000 Tonnen, sichern können, hieß es.
Als Folge der Flutkatastrophe Ende August und Anfang September in der Provinz Nord-Hamgyong seien 27.000 Hektar Ackerfläche verwüstet worden, vor allem die Ernte von Reis und Mais habe stark darunter gelitten, sagte Christina Coslet von der FAO.