Internationales
Prozess gegen Südkoreaner wegen Mordes nach Exorzismus in Deutschland begonnen
Write: 2016-10-11 09:28:03 / Update: 2016-10-11 11:01:39
In Deutschland hat ein Prozess gegen Südkoreaner begonnen, die eine 41-jährige Landsfrau bei einem Exorzismusritual getötet haben sollen.
Das berichteten deutsche Medien wie die Nachrichtenagentur dpa.
Fünf Koreaner wurden angeklagt, es sind der 16 Jahre alte Sohn des Opfers, dessen 45-jährige Cousine und ihr Sohn sowie ihre Tochter im Alter von 22 und 19 Jahren und ein weiterer 16-jähriger Junge. Ihnen wird vorgeworfen, am 5. Dezember 2015 in einem Zimmer im Frankfurter Intercontinental Hotel das Opfer unter dem Vorwand der Teufelsaustreibung zu Tode gequält zu haben.
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main geht davon aus, dass das Opfer mindestens zwei Stunden ans Bett gefesselt war und ihm auf die Brust und den Bauch geschlagen wurde. Die Angeklagten steckten ihr ein Handtuch und einen mit Stoff bespannten Kleiderbügel in den Mund, damit ihre Schreie nicht nach außen dringen. Am Leichnam wurden zahlreiche Hämatome, offenbar eine Folge der Schläge, entdeckt.
Die Staatsanwaltschaft hatte die fünf Koreaner am Tatort wegen Mordverdachts festgenommen.
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