Außenminister Yun Byung-se hat offenbar Interesse für eine erneute Stationierung von strategischen Nuklearwaffen in Südkorea geäußert.
In seiner Rede vor 28 NATO-Mitgliedsstaaten in Brüssel hat Yun vorgeschlagen, Erfahrungen der NATO über die ständige Stationierung von amerikanischen strategischen Atomwaffen zu teilen.
Dabei handelt es sich um das atomare Abschreckungsmodell der NATO, wobei amerikanische strategische Atombomben des Modells B-61 in Friedenszeiten unter Kontrolle der USA stehen. In Krisenfällen dürfen fünf NATO-Verbündete, darunter Deutschland, ihre Kampfjets mit den Atombomben ausrüsten und Nuklearangriffe durchführen.
Inmitten der erhöhten Spannungen wegen des nordkoreanischen Atomprogramms mehren sich in Südkorea die Stimmen, die eine nukleare Aufrüstung befürworten.
Experten gehen davon aus, dass beim US-südkoreanischen Verteidigungsministertreffen am 19. Oktober in den USA über die mögliche erneute Stationierung von Nuklearwaffen in Südkorea diskutiert werden könnte.