Der Antrag zur Aufnahme von Dokumenten zur Sexsklaverei durch das japanische Militär im Zweiten Weltkrieg in die Liste des UNESCO-Weltdokumentenerbes wird veröffentlicht.
In dem Antrag, den Bürgerorganisationen Südkoreas, Japans und Chinas bei der UNESCO vorlegten, heißt es, Trostfrau sei ein euphemistischer Ausdruck für Frauen und Mädchen, die zwischen 1931 und 1945 zur Sexsklaverei für das japanische Militär gezwungen worden seien.
Das japanische Militär habe die Militärbordelle aufgebaut und betrieben. Das Militär habe Geschlechtskrankheiten vorgebeugt, den Kampfgeist der Soldaten gefördert sowie den Abfluss von Informationen kontrolliert.
Die zivilen Militärbordelle seien ebenfalls vom Militär kontrolliert und betrieben worden, hieß es weiter.
Der Antrag weist außerdem auf die Einschätzung eines japanischen Historikers hin, wonach die Zahl von zur Arbeit als Sexsklavin gezwungenen Frauen bis zu 200.000 erreiche.