Internationales
Südkorea: Mit Japans Fonds für Trostfrauen soll Entschuldigung unterstrichen werden
Write: 2016-08-17 09:03:33 / Update: 2016-08-17 14:44:59
Nach Angaben der südkoreanischen Regierung dient Japans Fonds für Trostfrauen dazu, die Entschuldigung bei den im Krieg verschleppten Frauen zu unterstreichen.
Das sagte der Sprecher des südkoreanischen Außenministeriums Cho June-hyuck am Dienstag auf einer Pressekonferenz. Der finanzielle Beitrag sei insofern bedeutend, als damit die Ehre und Würde der Opfer wiederhergestellt würde und deren Wunden geheilt würden.
Ob der Fonds eine Entschädigung sei oder nicht, sagte Cho nicht deutlich. Indirekt deutete er dies mit seinen Bemerkungen jedoch an. Japan hingegen hatte immer wieder betont, dass der Fonds keine Entschädigung darstelle.
Tokio beharrt weiter auf der Position, dass alle rechtlichen Ansprüche mit dem Normalisierungsabkommen von 1965 abgegolten seien. Daher dürfe die bereitgestellte Summe von einer Milliarde Yen nicht als Entschädigung aufgefasst werden.
Südkorea hatte lange Jahre argumentiert, dass die Frage der Sexsklaverei im Zweiten Weltkrieg mit dem Normalisierungsabkommen nicht hinreichend geklärt worden sei. Daher wird die von Japan nach Verhandlungen Ende des Jahres 2015 angebotene Summe de facto als Entschädigung für die Opfer betrachtet.
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