Chinas Ablehnung der Stationierung des Raketenabwehrsystems THAAD in Südkorea wird voraussichtlich auch den Export koreanischer Kulturprodukte betreffen.
Die chinesische Zeitung „Global Times“ schrieb in einem Leitartikel, dass die Spannungen in den Beziehungen zwischen China und Südkorea wegen der THAAD-Stationierung die koreanische Welle, Hallyu, in China stark beeinträchtigen würden.
Die Tochterzeitung des Organs der Kommunistischen Partei Chinas „Renmin Ribao“ schrieb weiter, Südkorea sei auch selbst schuld daran, wenn Hallyu-Stars der THAAD-Stationierung zum Opfer fallen würden.
Ein für Samstag vorgesehenes Fantreffen mit Hallyu-Stars Kim Woo-bin und Bae Suzy in Peking wurde verschoben. Die Veranstalter nannten „die von ihnen nicht kontrollierbaren Kräfte“ als Grund für die unbefristete Verschiebung.
Die US-Zeitung „Wall Street Journal“ schrieb diesbezüglich, dass wegen der THAAD-Stationierung Hallyu, ein wichtiges Exportprodukt Südkoreas, Ziel der Vergeltung der chinesischen Behörden werde.
Unterdessen teilte China in einer Stellungnahme zu Nordkoreas Raketenstarts am Mittwoch nur die grundsätzliche Position mit, dass die beteiligten Länder einen kühlen Kopf bewahren sollten.