Eine US-Denkfabrik hat eine eventuelle Anlage zur Urananreicherung in Nordkorea entdeckt, die das Regime vor der Weltgemeinschaft bislang verborgen hielt.
In einem am Donnerstag (Ortszeit) veröffentlichten Bericht schrieb das Institut für Wissenschaft und Internationale Sicherheit (ISIS), dass sich die Anlage im Berg Changgundae-san befinde, der rund 45 Kilometer westlich vom Atomkomplex in Yongbyon entfernt sei.
Dort seien vermutlich 200 bis 300 Zentrifugen eingesetzt worden. Die Anlage sei wahrscheinlich von den 1990er Jahren bis Anfang der 2000er Jahre zu Forschungs- und Entwicklungszwecken genutzt worden, bevor Nordkorea in Yongybon einen Nuklearkomplex gebaut habe, hieß es.
Nordkorea hatte im November 2010 dem US-Nuklearexperten Siegfried Hecker eine Anlage zur Urananreicherung mit 2.000 Zentrifugen in Yongybon gezeigt. Damals hatte das Land behauptet, dass es keine weitere Anreicherungsanlage gebe.