China hat sich auch in seinem Bericht über die Umsetzung der Nordkorea-Sanktionen des UN-Sicherheitsrats ablehnend über die Stationierung des Raketenabwehrsystems THAAD geäußert.
Chinas Bericht über die Umsetzung der im März verabschiedeten Ratsresolution 2270 wurde am Donnerstag (Ortszeit) veröffentlicht. Darin steht, China spreche sich gegen die THAAD-Stationierung aus, um einer Eskalation der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel vorzubeugen.
China schrieb, dass die Sanktionen langfristig kein Mittel zum Zweck werden könnten und dass mit Resolutionen des UN-Sicherheitsrats die Nuklearproblematik auf der koreanischen Halbinsel nicht gelöst werden könne. Peking forderte, dass alle beteiligten Länder sich für Dialog und Verhandlungen sowie die Ersetzung des Waffenstillstandsabkommens durch einen Friedensvertrag einsetzen würden.
China betonte besonders die in der Resolution 2270 enthaltene Forderung nach der Wiederaufnahme der Sechser-Gespräche.
Der Bericht war am 20. Juni dem Sicherheitsrat eingereicht worden, lange vor der Bekanntmachung der Entscheidung der THAAD-Stationierung in Südkorea am 8. Juli. China hatte sich bei der Ratssitzung Anfang März für die Annahme der Resolution erstmals offiziell vor dem Weltsicherheitsrat gegen die THAAD-Stationierung in Korea ausgesprochen.