Der kalifornische Bildungsausschuss hat der Aufnahme der Sexsklaverei der japanischen Armee im Zweiten Weltkrieg in den Lehrplan für öffentliche Schulen zugestimmt.
Der Bildungsausschuss des US-Bundesstaates billigte am Donnerstag (Ortszeit) den Änderungsentwurf zum Lehrplan für Geschichte und Sozialwissenschaft für öffentliche Schulen nach einer öffentlichen Anhörung und Diskussion einstimmig.
Demnach wird im Unterricht zur Weltgeschichte für die zehnte Klasse an öffentlichen Schulen in Kalifornien ab September 2017 die Frage der Sexsklaverei der japanischen Armee behandelt.
Im Entwurf steht, dass Trostfrauen, ein Euphemismus für Sexsklavinnen, von der japanischen Armee in besetzten Gebieten vor dem Zweiten Weltkrieg und inmitten des Kriegs verschleppt worden seien. Trostfrauen könnten als ein Beispiel einer institutionalisierten Sexsklaverei und als einer der schwersten Fälle von Menschenhandel im 20. Jahrhundert im Unterricht behandelt werden.