Die US-Regierung hat erstmals gegen Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un Sanktionen verhängt.
Das US-Außenministerium legte am Mittwoch (Ortszeit) dem Kongress einen Bericht über Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea vor. Das Finanzministerium setzte auf dessen Grundlage 15 nordkoreanische Einzelpersonen und acht Organisationen auf die Sanktionsliste.
Das Finanzministerium erklärte, dass Millionen Einwohner in Nordkorea unter dem Regime von Kim Jong-un unter unerträglicher Grausamkeit und Not litten, zu den Strafen zählten außergerichtliche Hinrichtungen, Zwangsarbeit und Folter.
Es ist das erste Mal, dass die USA den obersten Führer Nordkoreas auf die Sanktionsliste setzten. Es ist auch beispiellos, den Führer eines dritten Landes nur wegen Menschenrechtsverletzungen zu sanktionieren.
Neben Kim wurden auch die früheren Vize-Vorsitzenden der Nationalen Verteidigungskommission Ri Yong-mu und O Kuk-ryol und der Vize-Vorsitzende der Kommission für Staatsangelegenheiten Hwang Pyong-so auf die Liste gesetzt. Zu den sanktionierten Organisationen gehören die Nationale Verteidigungskommission, die Abteilung für Organisation und Führung, die Ministerien für Staatssicherheit und für Volkssicherheit sowie das Aufklärungsbüro.