Die USA haben laut russischen Medienberichten fünf russische Unternehmen auf eine Sanktionsliste gesetzt, weil sie Nordkorea für das Atomwaffenprogramm einsetzbare Technologie zur Verfügung gestellt haben sollen.
Betroffen seien laut einem Bericht der Nachrichtenagentur TASS, die sich auf Angaben aus dem US-Außenministerium bezieht, die 150. Flugzeug-Wartungsfabrik, das Konstruktionsbüro für Gerätebau, das Konstruktionsbüro für Maschinenbau, Kuntseveo Konstruktionsbüro und der Rüstungs- und Raumfahrtkonzern NPO Maschinostrojenija.
Die für zunächst zwei Jahre gültigen Maßnahmen seien am vergangenen Dienstag getroffen worden und im Rahmen des Nichtverbreitungsgesetzes zu Iran, Nordkorea und Syrien in Kraft getreten. Demnach fallen ausländische Unternehmen oder Einzelpersonen unter US-Sanktionen, wenn sie durch Geschäfte mit diesen Ländern die Verbreitung von Massenvernichtungsmitteln unterstützen.
Nach US-Einschätzung sollen die russischen Firmen Nordkorea, Iran oder Syrien Anlagen und Technologien bereitgestellt haben, die für die Herstellung von Raketen oder anderen Massenvernichtungsmitteln verwendet werden könnten.
Insgesamt seien 38 Unternehmen aus zehn Ländern von solchen Sanktionen betroffen, darunter auch aus Weißrussland, China und Malaysia.
Das Nichtverbreitungsgesetz wurde 2000 erstmals verabschiedet und 2005 und 2006 ergänzt.