Ein Teil der zwölf nordkoreanischen Schiffe, die auf der erweiterten US-Sanktionsliste stehen, sind in asiatischen Gewässern im Einsatz.
Das berichtete Voice of America am Freitag unter Berufung auf Daten des Internetauftritts des privaten Schiffstracking-Dienstes "Marine Traffic".
Demnach sei bespielsweise bestätigt worden, dass das Schiff unter tasanischer Nationalflagge "Victory 2" am 17. Juni vom nordkoreanischen Hafen Nampo aus in Richtung Westen abgefahren sei. Das Schiff habe zudem bei der Abfahrt am chinesischen Hafen Lanshan im Automatischen Identifikationssystem (AIS) als Fahrtziel nicht Nampo in Nordkorea, sondern Tanabe in Japan eingetragen. Damit wollte das Schiff offenbar seinen tatsächlichen Zielort in Nordkorea verschleiern, hieß es.
Zwei Wochen nach der Annahme der UN-Sanktionsresolution 2270 gegen das Regime in Pjöngjang hatten die USA Mitte März eigene Sanktionen bekannt gemacht. Außer den 27 nordkoreanischen Schiffen, die bereits auf der UN-Sanktionsliste stehen, setzten die USA zusätzlich zwölf Schiffe des kommunistischen Landes auf die Sanktionsliste.