Südkorea will sich für die Räumung von Blindgängern und Landminen auf früheren Schlachtfeldern des Vietnam-Kriegs einsetzen.
Das Büro der Koreanischen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (KOICA) in Vietnam und das vietnamesische Verteidigungsministerium unterzeichneten eine Vereinbarung für die gemeinsame Durchführung eines entsprechenden Projekts.
Das Projekt wird im zweiten Halbjahr dieses Jahres starten und bis 2020 andauern. Dafür werden 32,2 Millionen Dollar eingesetzt, 62 Prozent davon wird Südkorea übernehmen.
Beide Seiten wollen frühere Kampfzonen mit 8.000 Hektar Größe in den Provinzen Quang Binh und Binh Dinh untersuchen, um Blindgänger und Landminen zu räumen. In Vietnam fielen seit dem Kriegsende 1975 rund 40.000 Menschen Explosionen von Blindgängern und Minen zum Opfer. 60.000 wurden verletzt. Landesweit werden rund 800.000 Tonnen Blindgänger vermutet, nur drei bis vier Prozent wurden bisher geräumt.