Nordkorea hat die Wiederaufbereitung von gebrauchten Kernbrennstoffen zur Plutoniumgewinnung im Atomkomplex in Yonbyon wieder aufgenommen.
Das berichtete die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag (Ortszeit) unter Berufung auf einen ranghohen Beamten des US-Außenministeriums.
Die Nordkoreaner trennten gebrauchte Kernbrennstoffe aus dem Fünf-Megawatt-Reaktor in Yongbyon heraus, kühlten sie und transportierten sie dann zur Wiederaufbereitungsanlage. Diesen Vorgang hätten sie wiederholt, hieß es.
Die Äußerung erfolgte einen Tag, nachdem der Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Yukiya Amano, gesagt hatte, dass Nordkorea die Wiederaufbereitungsanlage in Yongbyon neu gestartet haben könnte.
Nordkorea hatte 2007 gemäß den Einigungen bei den Sechser-Gesprächen den Fünf-Megawatt-Reaktor stillgelegt. Jedoch hatte das Land im April 2013 erklärt, den Graphitreaktor wieder in Betrieb nehmen zu wollen.
Die US-Webseite 38 North und das US-Institut ISIS wiesen dieses Jahr mehrmals darauf hin, dass Aktivitäten vermutlich für die Wiederaufbereitung von verwendeten Kernbrennstäben in Yongbyon beobachtet worden seien. US-Geheimdienstchef James Clapper teilte im Februar die Einschätzung mit, dass Nordkorea den Reaktor zur Plutoniumgewinnung in der Tat neu gestartet habe.