Die Nichtbeteiligung Südkoreas und die neue Sanktionsresolution des UN-Sicherheitsrats zu Nordkorea werden auf das Rajin-Chassan-Projekt, ein Kooperationsprojekt im Logistikbereich zwischen Russland und Nordkorea, keinen großen Einfluss ausüben.
Diese Position bekräftigte der russische Minister für Entwicklung des Fernen Ostens, Alexander Galuschka, am Donnerstag (Ortszeit) gegenüber der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap.
Russland setze die Resolution 2270 des Weltsicherheitsrats zu Nordkorea gründlich um. Jedoch sei in der Resolution eine Ausnahmeregelung vorgesehen, die die Fortsetzung des Rajin-Chassan-Projekts erlaube, hieß es.
Die grundlegende Verantwortung für die Verwirklichung des Projekts trage die Russische Eisenbahn (RZD), Nordkorea unternehme ebenfalls alle möglichen Bemühungen hierfür, sagte er. Damit drückte er die Absicht aus, trotz Südkoreas Entscheidung nach Nordkoreas Atomtest und Raketenstart im laufenden Jahr, nicht an dem Projekt teilzunehmen, dieses fortzusetzen.
Galuschka hatte auch im Mai betont, dass das Rajin-Chassan-Projekt von den Sanktionen gegen Nordkorea nicht beeinflusst werde.
Bei dem Projekt handelt es sich darum, Mineralien wie Steinkohle aus Russland zuerst auf dem Schienenweg zwischen dem russischen Chassan und dem nordkoreanischen Hafen von Rajin zu transportieren und anschließend auf dem Seeweg zu exportieren.