Gesundheitsbehörden in Brasilien haben ein in Südkorea entwickeltes System für den Nachweis einer Zika-Erkrankung gebilligt.
Brasilianische Medien berichteten, dass die nationale Behörde für Gesundheitsüberwachung (National Health Surveillance Agency, ANVISA) am Montag Herstellung und Verkauf von Teste Rapido genehmigt habe. Damit könne binnen 20 Minuten eine Erkrankung an der durch Stechmücken übertragenen Krankheit nachgewiesen werden.
Das Produkt wurde vom südkoreanischen Unternehmen Gen Body und dem staatlichen brasilianischen Pharmahersteller Bahia Farma gemeinsam entwickelt.
Zika sollen Mikrozephalie auslösen, eine seltene Schädel-Fehlbildung bei Säuglingen.
Zwischen Oktober 2015 und dem 21. Mai dieses Jahres wurden 7.623 Verdachtsfälle solcher Fehlbildungen gemeldet. Davon hatte sich der Verdacht in 1.434 Fällen bestätigt.