Hillary Clinton will das nordkoreanische Atomprogramm ganz oben auf die diplomatische Agenda setzen und das iranische Modell anwenden, sollte sie US-Präsidentin werden.
Laut Bloomberg View sagte Jake Sullivan, der Spitzenberater für Außenpolitik der demokratischen Präsidentschaftsbewerberin, bei einer von der Asia Society veranstalteten Diskussion am Montag (Ortszeit) in New York, Clinton werde gegenüber Nordkorea eine ähnliche Strategie wie gegenüber Iran verfolgen.
Das nordkoreanische Atomprogramm sei die größte Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA. Die Angelegenheit werde ganz oben auf der Tagesordnung des nächsten Präsidenten stehen, sagte Sullivan.
Der einzige Weg, Nordkorea zu Verhandlungen in gutem Glauben zu bewegen, sei, den Druck drastisch zu erhöhen. Die vor den Verhandlungen gegen Iran verhängten internationalen Sanktionen könnten ein dauerhaftes Modell werden. Die für die Weltwirtschaft wichtigen Länder hätten kooperiert und das iranische Regime auf intensive und stetige Weise unter Druck gesetzt, hieß es.
Clinton glaube, dass wie in den Atomverhandlungen mit Iran sowohl Druckausübung als auch Dialog notwendig seien. Sie hege jedoch große Bedenken, ob Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un ernsthaft über ein Friedensabkommen und den Verzicht auf Atomwaffen verhandeln würde, hieß es weiter.