Das US-Außenministerium hat erneut US-Staatsbürger vor Reisen nach Nordkorea gewarnt.
In einem am Montag (Ortszeit) veröffentlichten Reisehinweis warnte das Ministerium, dass man in Nordkorea wegen Handlungen unangemessen hart bestraft werden könne, die in den USA nicht als Verbrechen betrachtet werden. Der Besitz von Medienträgern, die Inhalte mit Kritik an der nordkoreanischen Regierung enthalten, werde als kriminelle Handlung betrachtet.
Das Ministerium wies darauf hin, dass in den letzten zehn Jahren 14 US-Bürger in Nordkorea festgehalten worden seien. Sollte man gegenüber Machthaber Kim Jong-un oder den früheren Führern Kim Il-sung oder Kim Jong-il Respekt vermissen lassen, werde dies in Nordkorea als Verbrechen behandelt. Unerlaubtes Fotografieren und das Ansprechen von Nordkoreanern ohne Genehmigung gelten ebenfalls als Straftaten.
Die US-Regierung hat jedoch kein Reiseverbot für Nordkorea verhängt.
Nordkorea hatte im März den US-amerikanischen Studenten Otto Warmbier zu 15 Jahren Zwangsarbeit und im April den Korea-Amerikaner Kim Dong-chul zu zehn Jahren Zwangsarbeit verurteilt.