Die britische Regierung hat im April das Büro einer staatlich geführten nordkoreanischen Versicherungsgesellschaft in London durchsucht.
Wie verlautete, hätten Mitarbeiter des Finanzministeriums und Polizeibeamte am 2. April das Büro der Korea National Insurance Corporation (KNIC) durchsucht. Der Schritt erfolgte kurz nachdem die Europäische Union gemäß der UN-Sanktionsresolution gegen Nordkorea die Firma auf die Sanktionsliste gesetzt hatte.
Die britische Regierung ermittelt nach Informationen, ob Nordkorea die Versicherungsfirma als Umweg für Zahlungen nutzte, da dem Land der Import von Komponenten für Atomwaffen und Raketen verboten ist. Die Firma diente als Geldquelle für das nordkoreanische Regime.
Es war das erste Mal, dass die britische Regierung eine mit Nordkorea zusammenhängende Anlage auf ihrem Boden durchsuchte.
Zuvor war das Büro der nordkoreanischen Firma in Hamburg wegen der Sanktionen geschlossen worden.