Ein chinesischer Pastor mit koreanischen Wurzeln ist im chinesischen Grenzgebiet zu Nordkorea tot aufgefunden worden.
Der leblose Körper von Pastor Han Chung-ryeol, der im Autonomen Kreis Changbai der Koreaner nordkoreanischen Flüchtlingen geholfen hatte, wurde auf einem Hügel entdeckt.
In dem Gebiet ist der Yalu, der Grenzfluss zwischen China und Nordkorea, nur einige Dutzende Meter breit, deshalb wird die Stelle häufig von Flüchtlingen und Schmugglern aufgesucht. Die chinesische Polizei hat Ermittlungen zu dem Fall aufgenommen.
Eine Missionsorganisation, die mit nordkoreanischen Flüchtlingen in Zusammenhang steht, schließt nicht aus, dass der Geistliche wegen seines Einsatzes für Flüchtlinge im Auftrag nordkoreanischer Behörden ermordet wurde. Nordkorea verschärfte im Vorfeld des Parteitags am 6. Mai die Kontrollen, um Unruhe unter den Einwohnern vorzubeugen.
Die südkoreanische Regierung mahnte alle Staatsbürger im Grenzgebiet zwischen China und Nordkorea zu besonderer Vorsicht.