Der UN-Sicherheitsrat wird voraussichtlich Nordkoreas Raketenstart-Versuch am Donnerstag in einer Presseerklärung verurteilen.
Auf Antrag der USA kam der Sicherheitsrat am Donnerstag zu informellen Konsultationen zusammen, nachdem Nordkorea zuletzt zwei ballistische Mittelstreckenraketen des Typs Musudan gestartet hatte.
Bei der einstündigen Sitzung vereinbarten die Gremiumsmitglieder die Annahme einer Presseerklärung. Chinas Delegation erbat sich Zeit für eine Rücksprache mit der Regierung in Peking.
Die USA stellten fest, dass die Starts trotz ihres Scheiterns ein Verstoß gegen die seit 2006 verabschiedeten Sicherheitsratsresolutionen seien. Insgesamt fünf Resolutionen des mächtigen Gremiums verbieten Nordkorea Tests von ballistischen Raketen.
Nordkorea wurde allein dieses Jahr fünf Mal in Presseerklärungen verwarnt, darunter nach dem Start einer Musudan-Rakete am 15. April und dem Abschuss einer U-Boot-gestützten ballistischen Rakete (SLBM) am vergangenen Freitag.
UN-Sprecher Stephane Dujarric hatte Pjöngjang am Donnerstag in einer Pressekonferenz bereits zum Stopp von Provokationen aufgefordert.