Zum Menü Zum Inhalt
Go Top

Internationales

UN-Berichterstatter warnt Japan vor Verletzung des Rechts auf Information

Write: 2016-04-20 09:16:16Update: 2016-04-20 13:45:29

Nach Einschätzung eines UN-Sonderberichterstatters verletzt die japanische Regierung das Recht der Öffentlichkeit auf den freien Zugang zu Informationen.

Der UN-Sonderberichterstatter für Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung, David Kaye, wies auf einer Pressekonferenz am Dienstag in Tokio darauf hin, dass die japanische Regierung sich in Angaben in Schulbüchern einmische und Druck auf Medienanstalten ausübe. Kaye untersuchte jüngst die Situation der Presse- und Meinungsfreiheit in Japan.

Laut japanischen Zeitungen wie „Tokyo Shimbun“ sagte Kaye, dass Auskünfte über die Trostfrauen aus Schulbüchern gestrichen worden seien. Dahinter stecke eine politische Absicht.

Dass die Regierung beeinflusse, wie Lehrbücher die Realität der während des Zweiten Weltkriegs begangenen Verbrechen behandeln, höhle das Recht der Öffentlichkeit auf Informationen aus. Die japanische Regierung sollte auf die Einmischung in die Interpretation von historischen Ereignissen verzichten und sich bemühen, um der Öffentlichkeit die schweren Verbrechen bekanntzumachen, forderte Kaye.

Er nannte als ein Beispiel der Untergrabung der Meinungsfreiheit verschiedene Drohungen gegen den früheren japanischen Zeitungsreporter Takashi Uemura. Dieser hatte erstmals über Aussagen des inzwischen verstorbenen koreanischen Opfers der Sexsklaverei der japanischen Armee, Kim Hak-sun, berichtet.

Die Redaktion empfiehlt

Close

Diese Webseite verwendet Cookies und andere Techniken, um die Servicequalität zu verbessern. Die fortgesetzte Nutzung der Webseite gilt als Zustimmung zur Anwendung dieser Techniken und zu den Richtlinien von KBS. Mehr >