Die Zahl der Toten nach den Erdbeben in Japan ist auf 42 gestiegen.
Japanische Medien berichteten am Montagmorgen, dass bei den Erschütterungen in der Präfektur Kumamoto seit dem vergangenen Donnerstag mindestens 42 Menschen gestorben seien. Von den fast 1.000 Verletzten seien 180 in einem kritischen Zustand.
Am Donnerstag um 21.26 Uhr hatte ein Beben der Stärke 7 die Insel Kyushu erschüttert, dabei starben neun Menschen. Ein Nachbeben der Stärke 7,3 am Samstag um 1.25 Uhr in derselben Region hatte 33 Menschenleben gefordert.
Laut der Rundfunkanstalt NHK würden noch elf Personen vermisst, die Polizei versuche zurzeit ihren Verbleib zu ermitteln.
Rund 240.000 Menschen mussten wegen drohender Nachbeben und möglichen Gebäudeeinstürzen evakuiert werden. Bis zu 200.000 von ihnen suchten Zuflucht in Schutzunterkünften in Kumamoto und in der benachbarten Provinz Oita.
In den beiden Präfekturen müssen 400.000 Haushalte ohne fließendes Wasser auskommen, während 100.000 Haushalte Probleme wegen der Strom- und Gasversorgung haben.
Laut Angaben der südkoreanischen Regierung kamen bei den Erschütterungen keine Südkoreaner zu Schaden. Im Gebiet Kyushu leben 23.000 Südkoreaner, allein 1.000 in Kumamoto. Eine vierköpfige Delegation des Außenministeriums wurde am Sonntag in das Gebiet geschickt, um Landsleuten zu helfen.