Japan hat heute das diplomatische Blaubuch für 2016 auf der Kabinettssitzung vorgelegt.
In dem vom Außenministerium ausgefertigten Dokument steht, dass Dokdo sowohl anhand historischer Fakten als auch völkerrechtlich eindeutig Japans Territorium sei.
Der wiederholte Anspruch auf die Felseninseln wird sich vermutlich negativ auf die Beziehungen zwischen Südkorea und Japan auswirken, in denen anlässlich der Einigung über die Frage der Sexsklaverei des japanischen Militärs zu Jahresende Anzeichen einer Verbesserung zu beobachten waren.
Zu Südkorea heißt es in dem Blaubuch, dass es das wichtigste Nachbarland sei, mit dem strategische Interessen geteilt würden. Die Einigung über die Trostfrauenfrage sei ein Anhaltspunkt für die Eröffnung eines neuen Zeitalters. Man werde die Beziehungen entwickeln.
Im letztjährigen Blaubuch schrieb Japans Außenministerium lediglich, dass Südkorea das wichtigste Nachbarland sei.
Zu Nordkorea hieß es, dass Japan konkrete Taten in Richtung einer Denuklearisierung fordere. Man werde sich bemühen, um eine Lösung in der Frage der Entführungen zu finden.