Die Familie des in Nordkorea verurteilten kanadischen Pastors Lim Hyeon-soo hat einen Zusammenhang seiner Aktivitäten mit der südkoreanischen Regierung dementiert.
Nordkorea behauptete, dass die jüngst gemeinsam nach Südkorea geflüchteten nordkoreanischen Restaurantmitarbeiter durch Seoul entführt worden seien. Als ein Beispiel der Entführungen von Nordkoreanern durch den südkoreanischen Nachrichtendienst wurde der koreanischstämmige Pastor genannt.
Die Sprecherin von Lims Familie, Lisa Pak, habe gesagt, die Behauptung der nordkoreanischen Behörden sei kaum nachvollziehbar, berichtete der US-Auslandsdienst Voice of America.
Lim habe als kanadischer Bürger sein Leben als Pastor zum größten Teil in Kanada verbracht und in mehr als zwölf Ländern humanitäre Hilfsaktivitäten durchgeführt. Er sei kanadischer Staatsbürger und habe offiziell keine Verbindungen zur südkoreanischen Regierung, betonte Pak.
Lim hatte seit 1997 mehr als 100 Male Nordkorea besucht und humanitäre Hilfsprojekte für Nordkoreaner durchgeführt. Er war im Januar 2015 in Nordkorea wegen des Vorwurfs des Umsturzversuches festgenommen und später zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden.