Nach Angaben der auf Informationen über Nordkorea spezialisierten Internetseite 38 North sind verdächtige Aktivitäten an einer der nordkoreanischen Nuklearanlagen entdeckt worden.
Die Aktivitäten werden als Hinweis auf eine mögliche Wiederaufbereitung von Plutonium gewertet. Laut den Forschern Joseph Bermudez und William Mugford habe es in den vergangenen fünf Wochen am radiochemischen Labor in Yongbyon Ausströmungen zu einer oder möglicherweise bis zu drei Gelegenheiten gegeben.
Die Forscher hatten Satellitenbilder ausgewertet, die zwischen dem 12. und 21. Februar entstanden waren und mit älteren Aufnahmen verglichen. Entsprechende Schwaden seien ungewöhnlich und selten beobachtet worden, in diesem Winter bis dahin gar nicht.
Laut den Experten deuteten die Ausströmungen darauf hin, dass die Wiederaufbereitungsanlage geheizt werde. Eventuell könnten sie auch den Hinweis auf bedeutende Aktivitäten liefern, die unternommen wurden oder in naher Zukunft unternommen werden.
Ob es sich bei den Aktivitäten um die Gewinnung von Plutonium für Nuklearwaffen handele, bleibe unklar. Die Forscher schließen jedoch nicht aus, dass Nordkorea Vorbereitungen für einen weiteren Atomtest trifft und zitieren entsprechende Bemerkungen von Geheimdienstdirektor James Clapper.