Als Reaktion auf den vierten Atomtest und Nordkoreas Raketenstart hat die Europäische Union weitere Handels- und Finanzsanktionen gegen das Land verhängt.
Das gab der EU-Ministerrat am Donnerstag (Ortszeit) bekannt. Zu den Sanktionen zählten ein Embargo für Produkte im Zusammenhang mit der Waffenentwicklung Nordkoreas, das Verbot des Mineralienhandels und der Lieferungen von Flugzeugtreibstoff sowie das Einfrieren des Vermögens nordkoreanischer Regierungsorgane, die in die Entwicklung von Atomwaffen und ballistischen Raketen verwickelt sind.
Die Entscheidung der EU diene der Umsetzung der Sanktionsresolution des UN-Sicherheitsrats gegen Nordkorea, hieß es in einer Erklärung des Ministerrats.
Das Europäische Parlament hatte am 21. Januar eine Resolution angenommen, in der Nordkoreas neuer Atomtest verurteilt und Unterstützung für die internationalen Sanktionen gegen Nordkorea ausgesprochen wurde.
Mit der Verschärfung der Sanktionen wird erwartet, dass das Handelsvolumen zwischen der EU und Nordkorea weiter zurückgeht. Das Volumen übertraf noch vor zehn Jahren 300 Millionen Dollar, schrumpfte jedoch im Jahr 2014 auf 34 Millionen Dollar.