Die Vereinten Nationen wollen nach Wegen suchen, um Nordkoreaner wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht zu bringen.
Hierfür will der UN-Menschenrechtsrat eine Expertengruppe bilden, die eine Verantwortung für Menschenrechtsverstöße in Nordkorea klären soll.
Eine entsprechende Resolution zu Menschenrechten in Nordkorea verabschiedete der Menschenrechtsrat am Mittwoch (Ortszeit) ohne Abstimmung. Demnach wird die Ende Juni auslaufende Amtszeit des Sonderberichterstatters für Menschenrechte in Nordkorea um ein Jahr verlängert. Bis zu zwei unabhängige Experten können sechs Monate lang eingesetzt werden.
In der Resolution wird Nordkorea aufgefordert, Verstöße gegen Menschenrechte einzugestehen und die Empfehlungen der UN-Untersuchungskommission zur Menschenrechtslage in Nordkorea zu akzeptieren. Dazu zählen die Abschaffung von Lagern für politische Häftlinge und das Zurückschicken entführter Ausländer.
Die nordkoreanische Vertretung in Genf betonte in einer Stellungnahme, Nordkorea lehne die antinordkoreanische Menschenrechtsresolution ab, die die Menschenrechte politisiere und an Doppelmoral nicht zu überbieten sei. Nordkorea werde nicht mehr an Sitzungen teilnehmen, die lediglich die nordkoreanische Menschenrechtsfrage getrennt behandeln und politischen Angriffen dienen. Auch fühle sich Nordkorea an die gegen sich gerichteten Resolutionen keinesfalls gebunden.