Ungeachtet der ablehnenden Haltung Südkoreas und der USA hat die chinesische Regierung ihre Absicht geäußert, ihren Vorschlag für ein gleichzeitiges Streben nach Denuklearisierung Koreas und nach einem Friedensvertrag konkretisieren zu wollen.
Wie das chinesische Außenministerium am Freitag auf seiner Internetseite bekannt gab, habe dies Außenminister Wang Yi auf einer gemeinsamen Pressekonferenz nach einem Gespräch mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow in Moskau verkündet.
Wang habe gesagt, dass das gleichzeitige Streben nach einer Denuklearisierung und einem Friedensabkommen eine rationale und objektive Option sei, auf die sich alle Teilnehmer an den Sechser-Gesprächen über Nordkoreas Atomproblematik einigen könnten. Peking wolle nun umsetzbare konkrete Maßnahmen dafür ausarbeiten. Wer anderer Meinung sei, solle bessere Vorschläge machen, hieß es weiter.
Der auch von Nordkorea geforderte Friedensvertrag soll das Waffenstillstandsabkommen ersetzen, mit dem der Koreakrieg 1953 aus rechtlicher Sicht nicht beendet, sondern lediglich unterbrochen wurde.