Nach Einschätzung eines ausländischen Experten kann der von Nordkorea als verkleinerter nuklearer Sprengkopf präsentierte Gegenstand kaum als Wasserstoffbombe betrachtet werden.
Angesichts des von Nordkorea veröffentlichten Fotos sei gewiss, dass das Land etwas hergestellt habe, das auf den Sprengkopf der Rakete KN-O8 passe, sagte Karl Dewey, leitender Analyst für den britischen militärwissenschaftlichen Verlag IHS Jane´s, am Mittwoch (Ortszeit). Es sei jedoch unwahrscheinlich, dass der Gegenstand auf dem Foto eine Wasserstoffbombe sei.
Thermonukleare Bomben (H-Bomben) seien mehrstufige Geräte und hätten gewöhnlich eine längliche Struktur. Es sei jedoch möglich, dass es sich um eine Implosionswaffe oder eine geboostete Spaltbombe handele, hieß es weiter.
Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un behauptete am Mittwoch, dass Nordkorea Atombomben verkleinert habe, damit sie auf ballistische Raketen passen. Gleichzeitig wurde ein Foto veröffentlicht, das einen silbernen und kugelförmigen Gegenstand mit einem Durchmesser von rund 60 bis 70 Zentimeter zeigt. Kim sagte, es sei erfreulich, die nuklearen Sprengköpfe mit der Struktur zu sehen, die eine prompte thermonukleare Reaktion ermögliche. Damit wurde angedeutet, dass es sich bei dem Gegenstand um eine Wasserstoffbombe handele.